So spricht man von einem Hochnäsigen: "Pedd di man nich op`n Slips" was soviel heißt wie: Tritt Dir man nicht auf die Krawatte".

Oder von einem Habgierigen:" Wat vun'e Nääs inè Mund fallt, geiht nich verlorn" (Was von der Nase in den Mund fällt, geht nicht verloren).

Vom Schlauen sagt man:" He is nich op'n Kopp fulln". Er ist nicht auf den Kopf gefallen.

Vom Unglücksraben sagt man:" He hett de Schüffel immer bi't verkehrte Enn faat". Er faßt die Schaufel immer am falschen Ende an.

Vom Jähzornigen wird gesagt:" He is glieks as Für und Fett": Er ist gleich wie Feuer und Öl. Der Schwätzer:" He is good to Foot ünner de Näs". Er ist gut zu Fuß, unter der Nase.

Der Eigensinnige:" He is so egen as Jehann Held, de schull an'n Galgen un wull nich". Er ist so eigensinnig wie Johann Held, der sollte an den Galgen und wollte nicht.

Diese Aussprüche ließen sich beliebig fortführen, allemal zeigen sie den trockenen Humor und die Gelassenheit der Angeliter.

 

Essen

 

Obwohl die Haute Cuisine auch Angeln erreicht hat, blieb doch noch eine

eigenständige Küche erhalten.

Ein Beispiel: Schnühsch Gemüse der Region wird gartenfrisch gekocht (bissfest), dann in etwas Milch aufgekocht, dazu gibt es geräucherten Landschinken.Trinken: Holunderblütensaft; Holunderblüten werden nach einer bestimmten Rezeptur zu einem konzentrierten Saft gekocht,

den man dann einem Mineralwasser zusetzen kann.

Oder: Angler Muck (allerdings mit einigen Prozenten) Korn und weiße Sprudel werden nach einem bestimmten Verhältnis gemixt und in "Mucktöpfe" abgefüllt, wird kalt und warm (dann mit Rum) getrunken. Dieses Getränk empfiehlt sich nur im Ausnahmefall.